Wien: zu Besuch in einer vielseitigen Stadt

Hundertwasserhaus in Wien

Hundertwasserhaus in Wien

Ein verlängertes Wochenende in Österreichs Hauptstadt: Um 22.40 Uhr startet der Nightjet am HB Zürich. Für diejenigen, die sich gerne in den Schlaf schaukeln lassen, die perfekte Anreise nach Wien.

Um halb acht fährt der Zug (mehr oder weniger pünktlich) im Wien Hauptbahnhof ein. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir das Frühstück bereits im Zug genossen und den Besuch in einem der schönen Wiener Cafés auf später verschoben. Kurz den Koffer ins Hotel gebracht, und los ging die Reise. Wer früh ankommt, hat auch viel vom Tag: Um 14 Uhr hatten wir eine Tramfahrt hinter uns, die Kaisergruft besichtigt, das Auktionshaus Dorotheum besucht, in zwei bekannten und schönen Cafés eine Pause eingelegt (Central und Mozart), die Ausstellung zu Maria Theresia im Prunktsaal der Nationalbibliothek gesehen (und uns nicht sattsehen können an den prachtvollen Büchern). Zeit für eine Pause im schönen Inntel-Hotel an der Mariehillfer Strasse.

Da wir schon einiges in Wien kannten, haben wir die bekanntesten Sehenswürdigkeiten wie Schloss Schönbrunn, Prater, Hofburg oder Stephansdom ausgelassen. Interessant war hingegen der Besuch im Sigmund-Freud-Museum. Hier, an der Bergstrasse 19, lebte und arbeitete Freud mehrere Jahrzehnte lang. Die Räumlichkeiten sind nicht gross, die bekannte Couch befindet sich nicht hier, sondern im Freud-Museum in London, wohin Freud 1938 geflüchtet ist.

Auch besucht haben wir das Hundertwasserhaus. Es ist eindrücklich, dieses originelle, farbenfrohe Haus inmitten Wiens doch auch imposanten Bauten zu sehen. Die Ecke ist sehr touristisch. Gleich nebenan befindet sich das Fälschermuseum. Klein und nett, aber auch nicht mehr.

Stunden verbracht haben wir im eindrücklichsten Stoffladen, den ich je gesehen habe: Komolka an der Mariahilfer Strasse. Achtung: Dieser Besuch kann für Stoffafine ins Geld gehen! Es gibt einfach alles: Spitze, Wolle, Baumwolle, Seide, Tüll. An jeder Ecke stehen auch Tische mit Resten bereit.

Und viel spannender als es tönt ist das Hofmobiliendepot. Das Depot entpuppt sich als kleines Paradies an Möbeln und Geschichten. Wer die Sissi-Filme mag, findet hier die Ausstattung der Filme vor.

Im Raimund Theater wird «Schikaneder» gespielt? Schikaneder? Für die Österreicher kein unbekannter Name, hat er doch die Oper Zauberflöte geschrieben. Wer das Musical gesehen hat, wird den Namen auch nicht mehr vergessen. Das Theater alleine ist einen Besuch wert. Wie auch vieles mehr in Wien – beim nächsten Mal.

 

 

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