Texas on the Road

Von Antoinette Suter

9. Mai 14 Nachdem wir Austin nach 3 aufregenden Tagen verlassen, geht es weiter Richtung Houston, unsere letzte Station, bevor wir heimfliegen …
Wir rechnen mit lächerlichen anderthalb Stunden Fahrzeit. Das stimmt auch genau. Bis zum Stadtrand dieser – hatten wir das vergessen – viertgrössten Stadt in den USA … Wir fahren mindestens nochmals so lange, bis wir über zig Highways, Loops und Interstates auf die andere Seite der Stadt unser angepeiltes Motel in Flughafennähe finden. Von weitem sehen wir immer wieder die imposante Skyline.
Nach einem Sprung in den kleinen Motelpool versuchen wir etwas Ordnung in unser Gepäck zu bringen, die Gedanken sind schon ab und zu auf der Heimreise …
Am letzten Tag fahren wir durch die Häuserschluchten Richtung Nasa Museum, wo wir ein paar Stunden mit Space shuttles, Apollos und diversen Mondmenschen verbringen und leckere Astronautennahrung versuchen. Ganz zum Schluss zieht es uns nochmals an den Anfang unserer Reise zurück: spontan fahren wir nach Galveston ans Meer, sehen wieder die Pelikanformationen am Himmel, riechen und sehen das Meer, die feuchte Luft, und gehen vor lauter Nostalgie nochmals ins MC Allister nachtessen: da haben wir vor 3 Wochen mit einem Clubsandwich unsere Reise gestartet …
Jetzt ist dies der Beginn unserer Heimreise. Good bye Texas, we come back, sure.

4. Mai 14 Bevor wir uns ins Grossstadtleben Austins stürzen, wollen wir noch einmal das Camperleben geniessen und machen Halt in Krause Spring, einem verwunschenen Campingplatz ca. eine Stunde vor Austin. Eine unfassbar massige Frau erklärt uns auf ziemlich militärische Art die Campingregeln und zeigt uns unser Plätzchen für diese Nacht. Na ja, der Big Bend ist es nicht, die Nachbarn sind viel näher, oder besser gesagt, die Nachbarinnen – ein Trupp junger Frauen, die mit ihrem Geschnatter und Gelächter sehr symphatisch wirken. Unweit unseres Zeltes liegt ein kleines Wasserbecken, das von mehreren kleinen Wasserfällen und riesenhaften Bäumen umgeben ist. Im türkisgrünen Wasser tummeln sich in etwa gleich viele Wasserschildkröten wie Menschen. Ein unwirkliches, fast paradiesisches Bild …
Wir sind zu müde, um uns nochmals auf die Suche nach einem Nachtessen zu machen, und begnügen uns mit Resten: eine Banane, etwas Trockenfleisch und trockenes Brot. Vor dem Eindunkeln brennt unser grosses Feuer als eines von vielen auf dem Campground, und wir sitzen sehr lange um die Flammen herum und reden, träumen, schmieden Pläne … müde und ziemlich ungewaschen kriechen wir ins Zelt. Als wir am nächsten Morgen erwachen, ist Leo bis in die unterste Zeltecke gerutscht, so stark ist die Hanglage unserer Location. Trotzdem sind wir uns einig: wir alle haben wunderbar geschlafen!

Nach dem Mittag geht es weiter Richtung Austin. Nach nur einer Stunde Fahrt sind wir da und checken gleich in einem neueren Best Western ein. Es kommt uns unglaublich gross und komfortabel vor, und wir springen gleich in den Pool im Innenhof. In einem lauten, lebendigen mexikanischen Restaurant essen wir wiederum viele Köstlichkeiten, beobachten die Menschen um uns herum, schauen ab und zu in die obligaten grossen Bildschirme, auf welchen meistens Basketball- oder Eishockeyspiele zu sehen sind.

 

Am nächsten Morgen gehen wir zu Fuss los: zuerst durch ein wunderschönes Wohnquartier voller Bäume und Vogelgezwitscher, dann durch unzählige, völlig schräge, ausgeflippte kleine Läden, die Folgendes anbieten und uns total gefangennehmen: Vintagekleider, Schmuck, Masken und Schminke aller Art, Perücken, Cowboystiefel, Scherzartikel, Karten und Bücher, Hüte, Secondhandmöbel, Süssigkeiten, alte Uhren, Schallplatten, Magnete, Antiquitäten und und und. Mit grösseren und kleineren Schätzen in den Taschen brauchen wir schliesslich eine Zwischenverpflegung. Frisch gestärkt, gehts weiter zu Fuss an den Colorado River, der mitten durch die Stadt fliesst. Wir wollen zu den Barton Springs, geheizten Quellen, die für die Einheimischen scheinbar ein beliebter Badeort sind. Nach einer Ewigkeit – und einem wunderschönen Walk dem Fluss entlang (man wähnt sich über längere Zeit nicht in einer Grossstadt, so grün und verwunschen ist der Weg) gelangen wir endlich ans Ziel. Wir sind ziemlich überhitzt, das Thermometer zeigt über 90 Fahrenheit, was etwa 34 Grad Celsius entspricht.
Barton Springs lädt sofort ein zum Bade: ein natürliches Becken, umgeben von Felsen und Bäumen, klares, kühles Wasser, ein kleines Sprungbrett, und einmal mehr: viele fröhliche, vergnügte Menschen, die es einfach geniessen, an diesem heissen Nachmittag hier zu sein. Welch eine Freude dazuzugehören!

3. Mai 14 Nach einem Museumsbesuch in Abilene «Frontier Texas» – es wird die Geschichte des mittleren Westens zwischen 1840 und 1910 erzählt – aber wie: Alle Seiten kommen mittels dreidimensionalen Projektionen zu Wort: Siedler, Büffeljäger, Indianer, Saloonbetreiber, Frauen und Kinder. Multimedial und auf sehr echte Art und Weise erleben wir einen Wolfsangriff, eine Freuersbrunst in einer Blockhütte, das Getrampel einer davonjagenden Büffelherde und eine Schiesserei zwischen Kartenspielern … GREAT! So machen Museumsbesuche extrem Spass und bleiben unvergesslich.

Ausserhalb Abilenes ändert sich die Landschaft vergleichsweise schnell: Sie wird hügelig, grün und grüner, die Berge weichen zurück – wir sind zurück im Hills Country – Austin erwartet uns …

2. Mai 14 Ist es Donnerstag, Freitag … die Wochentage bringe ich unterdessen etwas durcheinander, sie sind unwichtig geworden. Jedenfalls verlassen wir an diesem nach wie vor kühlen Morgen Santa Fe, etwas früher als gewohnt, weil wir weiter südlich den San Felipe Pueblo besuchen wollen, wo die Einheimischen heute den ganzen Tag den «Corntanz» tanzen, mit welchem sie um eine gute Ernte bitten. Schon von weitem hören wir einen monotonen Trommelschlag und Gesang. Als wir in das riesige Rund, umgeben von Pueblobauten, treten, sind wir schlagartig in einer anderen Welt: In der Mitte schlägt ein Indianer die Trommel, er ist umgeben von etwas 60 männlichen Sängern, das Ganze wird umflutet von Hunderten von Männern, Frauen und Kindern, welche stampfend und tanzend im Kreis gehen. Die Männer mit Erde (vermutlich) bemalt und nacktem Oberkörper, mit Mokassins und je einem toten Fuchs am Rücken. Dazu tragen sie Rasseln und eine Art Schellen, mit welchen sie an- und abschwellende Rhythmen schlagen. Die Frauen tragen einfache schwarze Kleider ohne Ärmel, mit bunten, gewebten Gürteln und in den Händen halten sie Zweige von Nadelbäumen, sie stampfen mit nackten Füssen rhythmisch auf den Boden, während sie sich mit der Masse im Kreis bewegen. Alle, Männer wie Frauen und Kinder tragen wunderschönen Schmuck: Türkise, Silberreifen, gewebte Perlenbänder.

Unter den Zuschauern sind wir zu Beginn die einzigen Nichtindianer, es ist unglaublich eindrucksvoll und berührend, an diesem Ritual, welches den ganzen Tag dauern wird, teilnehmen zu dürfen!

Nachdem wir 2 Stunden nahezu bewegungslos gesessen und gestaunt haben, erwachen wir ein wenig und beschliessen weiterzufahren … Es liegen viele Meilen vor uns, zurück nach Texas …

Im Süden New Mexicos durchmessen wir die Landschaft auf schnurgeraden Strassen, weit und breit nichts als rote Erde, einzelne, trockene Büsche, am Horizont gigantische Bergrücken. So geht diese Weite in Texas über, wir bemerken noch nichts von einer Grenze, das tiefgelbe, warme Abendlicht überflutet alles und nur leise merklich ändert sich die Landschaft ein wenig: Die Büsche werden da und dort etwas dichter, alle paar Meilen taucht weit von der Strasse weg eine kleine Farm auf, manchmal sehen wir ein paar Pferde oder eine Kuhherde. Es ist schon dunkel, als wir in Amarillo ankommen und im besten Steakhouse der Stadt müde, aber glücklich unsere Teller leerputzen.
Amarillo am Highway – und an diesem liegt unser Motel – reizt uns heute Morgen nicht so, wir fahren los. Die lokalen Radiosender bringen Rock, Country, Blues – das Autofahren macht uns – es muss an dieser Stelle einfach gestanden werden – richtig Spass!
Die Strassen sind – kein Witz – wirklich deutlich breiter als in New Mexico und ab und zu steht am Strassenrand ein Schild: DON’T MESS WITH TEXAS
Zwischen Amarillo und Abilene – unserem nächsten Ziel – besuchen wir den Palo Duro Canyon, hier wurden 1874 die letzten Comanches von den Siedlern bezwungen und in Reservate zurückgedrängt. Wir besuchen den Canyon nur kurz, es scheint uns etwas gar touristisch, wir werden sofort nostalgisch und denken an den Big Bend zurück und fahren weiter Richtung Süden. Abilene wartet, mitten in der Prärie, die Landschaft wirkt gelblich, von trockenem Gras überzogen, ein steter Wind und die Sonne trocknen alles aus. Wieder ist es Abend, als wir ankommen, wir müssen das erste Mal richtig lange suchen, bis wir ein freies Zimmer finden. Das Ambiente bei «Oskars» und das feine mexikanische Essen sind der krönende Abschluss eines weiteren texanischen Tages!

1. Mai 14 Nachdem wir uns in Santa Fe anklimatisiert haben – mit Skiunterwäsche (!) und dicken Socken, machen wir uns auf, die Stadt ein wenig zu erkunden. Es sind weit und breit keine hohen Gebäude zu entdecken, alle Häuser sind aus dunkelbraunem Lehm gebaut, meist einstöckig und mit bunten Kacheln um Fenster- und Türrahmen verziert. Der Ildefonso-Pueblo, den wir ausserhalb der Stadt besuchen, enttäuscht uns ein wenig: wir begegnen Satellitenschüsseln und Autowracks und müssen wohl Abschied nehmen von unseren «Indianerbildern». Eine Begegnung mit zwei einheimischen Männern versöhnt uns wieder mit der Welt.

30. April 14 Wir sind in Santa Fe und haben Magenweh! Beim Japaner (!) haben wir uns Misosuppe geholt und im Hotel gelöffelt … Den hübschen Ventilator lassen wir nicht laufen, es ist viel zu frisch. Nach fast 40 Grad in Texas ist es hier gerade mal 10 Grad. Die Stadt liegt auf 2333 Meter und hat bezauberndes Licht.

28. April 14 Zurück aus der Wildnis … welch wunderbaren Flecken Erde haben wir kennengelernt! Der Big Bend Nationalpark hat uns völlig verzaubert mit seinen unglaublichen Felsformationen, den endlos weiten Wüstenflächen, den Hunderten von blühenden Kakteen, den unterschiedlichsten Vögeln, gross und klein, bunt, laut, allgegenwärtig. Unsere ersten beiden Nächte im Zelt verbrachten wir in den Chisos mountain, auf steinig-sandigem Untergrund, doch dank den tollen Schlafmatten konnten wir wunderbar schlafen. Nur eine leise Angst schlich sich ab und zu in unsere Gedanken: Wird sich wohl wieder ein Bär in der Nacht auf den Campground verirren, wie schon in den Nächten zuvor? Schliesslich begegneten wir weder einem solchen noch einem Puma oder einer Klapperschlange, auch nicht auf unserer 3-stündigen Wanderung druch die Bergwelt. Das Campingleben hat schnell kleine Gewohnheiten angenommen: Zelt aufstellen und einrichten, bärensichere Lebensmittelbox füllen, mit dem Gaskocher ein warmes Znacht zubereiten, mit kaltem und sehr wenig Wasser abwaschen, alles vor dem Schlafengehen verräumen, ins windgeschüttelte Zelt kriechen und mit Stirnlampen zum Beispiel Harry Potter oder sonstwas lesen. Nach zwei Tagen sind wir an den Rio Grande umgezogen, in einen Campground unter herrlich grünen Bäumen, wiederum bevölkert von Hunderten von Vögeln. Wir waren fast alleine auf dem Platz und wähnten uns im Paradies! Kaum war das kleine Zelt aufgestellt, zog es uns an den River – da endlich war er: wenig Wasser führend, aber trotzdem imposant mit seinen tiefen Canyons und den breiten Auen. Nach einem Trip in den Canyon hinein bei 108 Fahrenheit (ca. 35 Grad Celsius) gönnten wir uns eine Abkühlung im seichten Wasser, wunderbar!
Nach drei Tagen geht es weiter Richtung Norden – zuerst dem River entlang über eine Achterbahn von Strasse, dann auf endlos langen, schnurgeraden Strassen durch die Wüste. Wir sind weit weg von zuhause.


Kurz nach Verlassen des Big Bend Nationalparks erreichen wir im absoluten Nowhere Terlingua, eine Ansammlung baufälliger Hütten, welche bis in die 40er-Jahre hinein von Minenarbeitern, welche Quecksilber abgebaut haben, bewohnt worden sind. Heute leben da eine Handvoll Freaks. Nebst einem uralten, von Wind und Wetter arg zerzaustem Friedhof gibt es kaum etwas zu sehen … Oder doch: Da steht ein Starlight Theatre … Und als wir die Tür öffnen, erwartet uns ein riesiger hoher Raum samt Bar und THE SUNDAY BRUNCH! Wir bekommen einfach alles, was das Herz begehrt: Coffee, margeritas, huevos rancheros, tortillas und burger, Omeletten und quiches, donuts und wunderschöne Musik. Als wir nach Stunden wieder hinaustreten in die unglaubliche Hitze und über träge herumliegende, aber freundliche Hunde stolpern, sind wir sicher, dass wir eben eine Fata Morgana erlebt haben. Es heisst ja nicht umsonst: Terlingua ghost Town …

24. April 14 Nach einem weiteren Tag voller Überraschungen – Livekonzerte, begeisterndem mexikanischem Essen, Busfahrten ins Blaue hinaus (Buspass ohne Ziel, einfach nur sitzen und schauen) – verlassen wir San Antonio schweren Herzens Richtung Norden. Sehr bald wird die Landschaft hügelig und sehr grün und unvorstellbar weit; hill country. Eine fruchtbare Gegend, die einst v.a. von deutschen Siedlern entdeckt und bewirtschaftet wurde. Wir besuchen die Ranch von L.B. Johnson, dem 36. Präsident der Vereinigten Staaten, er war ein Texaner, der auch während seiner Amtszeit oft auf seiner Ranch weilte. Nach diesem Besuch ziehen wir weiter und während die Sonne untergeht wird die Landschaft immer karger, aus Bäumen werden Büsche, aus Büschen einzelne Grasansammlungen … Im Dunklen finden wir eine letzte Übernachtungsmöglichkeit vor der Wüste. Wir freuen uns und sind aufgeregt: Wie wird es sein im Zelt? Werden uns wohl die Klapperschlangen verschonen? Was müssen wir noch einkaufen? Ich nehme an, dies sind für die nächsten Tage die letzten Nachrichten aus Texas …. melden uns dann wieder …

23. April 14 Unser letzter Tag in San Antonio … tomorrow we leave

 

21. April 14 Nach dem mittlerweilen ziemlich bekannten Frühstück mit Waffel, Coffee to go, Erdnussbutter und Porridge aus der Tüte ziehen wir los Richtung mexikanischem Markt. Eine Welt voller Gerüche, Menschen aller Couleur, jeglichen Alters, Livemusik an allen Ecken und Enden, bunte Farben überall, mexikanisches Essen ohne Ende, wir möchten gar nicht mehr weg. Als wir uns nach Stunden doch auf den Weg Richtung Hotel machen, sehen wir Eichhörnchen mitten in der Stadt, Stefan ersteht einen Cowboyhut und ein mexikanisches Hemd und schliesslich landen wir in einem Innenhof, wo uns ein Essen serviert wird, das allem widerspricht, was wir diesbezüglich bis jetzt erlebt haben: eine am Tisch zubereitete Quacamole mit frischen Nachos, eine feine Pizza Margerita, frischen Spinat mit Süsskartoffeln, Lammragout mit Pasta … ach, ich stoppe hier, sonst krieg ich gleich wieder Hunger!

Nach einer kurzen Siesta gehts wieder raus an den River, denn heute Abend ist FIESTA, einmal im Jahr eine Art Karneval, an welchem viele Boote mit Lichtern, bunt geschmückt und wiederum mit je einer Livemusik und singenden und tanzenden Menschen darauf, den River hinunterfahren, begleitet von einem begeisterten Publikum rechts und links am Ufer! Eine Show sondergleichen!

 

19. April 14 Ostersonntag in Kingsville, einer etwas gesichtslosen kleinen Stadt, eigentlich einfach ein Anhängsel zur Kingranch, der grössten Ranch in ganz Texas. Aber … leider geschlossen an Ostern! Wir schlucken unsere Enttäuschung runter, erhaschen einen kurzen Blick auf unendliche Felder und machen uns auf den Weg nach San Antonio.

Es ist später Nachmittag, als wir in San Antonia ankommen und die Stadt lacht uns sofort mit viel mexikanischem Charme entgegen. Unser Hotel liegt direkt am berühmten Riverwalk, eine grüne Oase mitten in der Stadt und in diesen beginnenden Abendstunden voller pulsierendem Leben! Überall Livemusik, Kind und Kegel am Flanieren, Essen, Trinken, Lachen. Wir Erwachsenen trinken eine erste Margerita und essen die weltbesten selbstgemachten Pommes mit hausgemachtem Ketchup und Humus … umwerfend gut! Vom Balkon aus dem 5. Stock unseres Hotels schauen wir über die Dächer von San Antonio, bis uns die Augen zufallen und wir unter die Decken schlüpfen.

Osternacht 14, directly in front of our sleepingroom ...

Osternacht 14 directly in front of our sleepingroom …

18. April 14 Es ist schon dunkel, als wir in Port Aransas ankommen und uns in einem Best Western einrichten. An die Kingsizebetten haben wir uns schon gewöhnt, den Parkplatz direkt vor der Zimmertür finden wir doch recht speziell … aber praktisch! Auf der Suche nach etwas Essbarem landen wir im Hafen, wo aber jeder Platz besetzt ist – die Texaner geniessen ihr langes Osterwochenende und die Restaurants sind voller fröhlicher Menschen. Schliesslich landen wir in einem Whataburger – ein vorläufiger Tiefpunkt unserer Reise …

Heute Morgen sieht die Welt ganz anders aus: Sonne, Palmen, eine riesengrosse, megabreite Beach mit Hunderten von Menschen, Hunden, Drachen, Möwen, Pelikanen, Reihern und und und …
Wir geniessen ein paar Stunden am Strand, ins noch kühle Wasser wagen wir uns aber nicht, bevor es weitergeht nach Corpus Christi. Direkt am Meer essen wir in einer vor Leben strotzenden Beiz Seafood, begleitet von Livemusik, Wind in den Haaren und einer atemberaubenden Aussicht aufs Hafenbecken und die Skyline von Corpus Christi. Wir verlassen die Stadt Richtung Kingsville, in der Abendsonne passieren wir wiederum riesige Ölraffinerien und landen schliesslich vor Einbruch der Dunkelheit in Kingsville, wo wir – Gewohnheitstiere – wieder in einem Best Western einchecken.

Leo_Web Stefan_WebJa, so sieht es auch manchmal aus beim Reisen …

 

 

 

17. April 14 Wir verlassen Galveston und fahren der Küste entlang nach Süden. Begleitet von tausenden von bunten Holzhäusern, welche meistens auf Stelzen stehen, um vor dem jederzeit möglichen Hochwasser sicher zu sein. Das Meer ist sehr nahe. Über eine kurze Strecke sehen wir imposante Petrochemische Anlagen mit kilometerlangen, gewundenen Leitungsrohren und riesigen Tanks. Weiter südlich besuchen wir ein Wildlife Reservat, unterdessen ist es sehr warm geworden. Schon nach wenigen Metern begegnen wir den ersten Alligatoren, und je länger wir ins grüne Wasser starren, umso mehr davon entdecken wir. Leo ist begeistert. So nahe, so grosse, ohne Zaun oder Scheibe dazwischen, in der freien Natur, einfach Hammer! Wir sehen ebenfalls grosse weisse Kraniche auf ihrer Heimreise nach Kanada, ein riesiges Reh (?) mit seinem Jungen, einen toten, schon sehr ausgedörrten Fuchs, viele bunte, exotische Singvögel, riesige Bäume und natürlich das Meer. Wir wollen fast gar nicht mehr weiter …

16. April 14 Nach diesem langen Flug in einem Airbus 380 – riesig – sind wir in der texanischen Sonne gelandet. Und es scheint wirklich alles Big zu sein: unser Mietauto, das Lachen der Menschen, die Portionen auf dem Tisch und: je länger je mehr unsere Erwartungen an die nächsten Wochen in TEXAS!

Wir fahren gleich am ersten Tag nach Galveston an die Küste, Luft und Licht sollen den Jetlag im Zaume halten. Und wirklich, das funktioniert bestens: das stürmische Wetter, die steife Brise und die riesigen Flugformationen brauner Pelikane wecken unsere Lebensgeister, und wir starten gleich durch und besuchen nach einer Nacht in wunderbaren Kingsizebetten den Moody Garden. In den drei Glaspyramiden begegnen wir riesigen Haien, Meeresschildkröten und Pinguinen. Fledermäuse, Maskenaffen und Schmetterlinge aller Art buhlen um unsere Aufmerksamkeit, die wir Amerika-Neulinge aber auch gerne auf unsere eigenen Artgenossen richten … So bunt und lebensfroh scheinen die Menschen an diesem Tag zu sein, schnatternd, gackernd, freundlich interessiert und offen.

15. April 14 Morgen früh, sehr, früh, geht’s los … es bleiben 6 Stunden, um so zu tun als schlafe man … Dann geht’s los Richtung Flughafen. Einmal im Flugzeug sitzend, wird alles ganz einfach scheinen … aber bis dahin …

 

 

 

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